Galerie Hans Mayer

Eröffnung Anthony Caro

Vernissage: 8. September 2017
Ausstellung: 9. September bis 14. Oktober 2017

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Ausstellung von Anthony Caro in der Skulpturenhalle in Neuss vom 10. September bis 17. Dezember 2017

Sir Anthony Caro gilt als wichtigster britischer Bildhauer seiner Generation. Während seiner langen Karriere zeichnete er sich als genialer Erfinder im Gebrauch von unterschiedlichen Materialien aus, sei es Edelstahl, Perspex, Holz oder Steinzeug. Die Galerie Hans Mayer zeigt zwölf seiner Skulpturen, darunter auch Arbeiten, an denen Caro bis kurz vor seinem Tod im Alter von 89 Jahren 2013 arbeitete.

Einige dieser Werke schließen Perspex ein, ein neuartiges, Glas-artiges Material. Caro brauchte es, da es weniger zerbrechlich und einfacher als Glas zu handhaben ist. Es ermöglichte ihm auch, mit Farben zu experimentieren, wie in Highway 2013, einem Werk aus Stahl, kombiniert mit einer Perspex-Scheibe in tropischem Gelb. Andere, wie Engulfed 2013 oder Shunter‘s Book 2011/2013, kombinieren Steinzeug und Stahl. Sie gehören zu der Reihe von Buchskulpturen. Zeit seines Lebens hatte er die traditionellen Bildhauermedien Steinzeug oder Ton vermieden und konzentrierte sich bei seiner Streben nach Abstraktion von den 1960er Jahren an stattdessen auf Metall. 1990 traf er jedoch den deutschen Keramiker Hans-Ulrich Spinner und fertigte einige Steinzeug-Buchskulpturen an. 2011 griff Caro erneut auf das Material zurück und arbeitete verschiedenen Stahlobjekte wie Werkzeug aus seinem Atelier oder alltägliche Gegenstände in den Falten und Rillen des Tons.

Anthony Caros Anliegen war in seinen Arbeiten sehr an der Interaktion einer Plastik mit dem menschlichen Körper gelegen, und Handwerkzeuge galten ihm während seiner gesamten Karriere als Mittel, um das Zusammenspiel mit dem menschlichem Körper zu überhöhen, sei es mit Haken, Griffen oder schlicht einem Türstopper. In einem Fernsehinterview für die BBC sagte er einmal: „Ich schörte, niemals eine abstrakte Skulptur zu schaffen, aber was ich meinte war, dass ich keine leere Skulpturen machen wollte. Sie sollten keine Übung sein, sie sollten vom Leben handeln.“ Bücher waren zeit seines Lebens ein Vehikel, um plastische Formen zu erkunden. Die Welt, sagte er einmal, sei voller Gegenstände, die wie Skulpturen aussehen, aber keine sind. Dinge seien im alltäglichen Leben dazu da, gebraucht zu werden, Kunstwerke hingegen seien für ihn „fühlende Objekte“. 

DC Open

08.09.2017 – 10.09.2017

Galerie Hans Mayer, DC Open 2017

Düsseldorf Cologne Open Galleries
www.dc-open.de

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